Arbeitsrechtsfrage weils mich mal interessiert

  • Mal ne Frage in den Raum geworfen vielleicht weiss einer was dazu:


    Ein Freund von mir hat seinen Job gekündigt, innerhalb seiner letzten 2 Arbeitsmonate musste er spontan ärztlich behandelt werden so das er für 2,5 Wochen krankgeschrieben wurde. Worauf hin er von seinem Arbeitgeber (öffentlicher Dienst) nun schikaniert wurde und selbiger seinen Vermieter kontaktierte und die Ärzte angerufen hat wieso, warum und wie lange er noch Krank geschrieben sein würde. Darf ein Ag eigentlich soweit gehen?
    Kann man gegen so etwas vorgehen, ich mein das dem schon ein derber Schritt ist?


    Wenn bei mir jemand das bedürfniss hat zu kündigen würde ich das anders regeln, von daher sind mir solche Probleme befremdlich, aber das finde selbst ich mal krass :twisted:

  • Soll er doch anrufen, der Arzt darf Ihm doch sowieso keine Auskunft geben.


    Bei der Art der Erkrankung steht es dem AN frei ob du dem AG diese nennst.


    Falls der Arzt doch was Preis gibt, was aber denk ich nicht passiert, kannste gegen den vorgehen.

  • Das darf der AG natürlich nicht :!:


    Das ist ja schon verleumderisch :?


    Schicken zu einem Vertrauensarzt oder ein Dedektiv sind redliche Mittel zum Kontrollieren eines Arbeitnehmers wenn man keine Zeit hat das selbst zu erledigen :idea:


    Wenn er Rechtschutz hat kann er klagen, Dein Kumpel :freak:

  • Es geht m.W. nach weniger ums Klagen als mehr darum denen mal zu erklären was Sache und fakt ist. Find solche Aktionen sehr bescheuert, wenn bei mir jemand kündigen mag ist er ab dem Tag wo er die ausspricht sowieso raus, aber so das es für beide Seiten einvernehmlich ist.

  • Zitat von vader

    Es geht m.W. nach weniger ums Klagen als mehr darum denen mal zu erklären was Sache und fakt ist. Find solche Aktionen sehr bescheuert, wenn bei mir jemand kündigen mag ist er ab dem Tag wo er die ausspricht sowieso raus, aber so das es für beide Seiten einvernehmlich ist.


    Ob man was darf ist die eine Sache! Ob jemand dagegen vorgeht eine Andere! Das Vermieterpfandrecht wird auch in 50 % der Fälle vom Vermieter falsch ausgelegt. Dadurch handelt er rechtswidrig! Meistens kommt er damit zu seinem Geld! Weil es ja kaum jemand richtig weiß! Hier ist es doch genau so! Wenn der Arzt ne Info, zum Nachteil des Patienten, rausgibt kann der Arbeitgeber das mit seinen anderen Infos sammeln und evtl. zum Nachteil des Arbeitnehmers nutzen!
    Wo hier, nach Kündigung durch den AN, der Zweck begründet liegt entzieht sich meiner Kenntnis! Sicherlich geht es hier um Resturlaubsanspüche oder reine Schikane!

    Manchmal wär ich gern wieder so, wie ich war als ich werden wollte wie ich jetzt bin....



    Sei schlau, bleib dumm


    Diese Signatur wurde gelöscht, da sie zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr auffordert!



    Seine Nummer

  • Der AG darf den AN fragen, an was er erkrankt ist, ein Recht auf eine Antwort hat er allerdings nicht.
    Vermieter oder Arzt anrufen ist weit jenseits der Legalität, beide dürfen auch keinerlei Auskunft erteilen. Tun sie dies doch, kann man sie verklagen.


    Klagen vor dem Arbeitsgericht gegen den Arbeitgeber sind kostenfrei, da braucht man keinen Rechtsschutz!


    Ich hatte mal einen Arbeitgeber, der während einer AU bei mir geklingelt hat und gefragt hat, wann ich denn endlich wieder arbeite!
    (Leihfirma!)
    Dem hab ich die Türe wortlos vor der Nase zugemacht.


    Kam nix nach, er wußte, daß er sich etwas weit aus dem Fenster gelehnt hat!


    Derselbe hat mir während einer AU wegen grippalem Infekt mit 39° Fieber und dem vollen Programm nach zwei Tagen nahegelegt, doch mal Antibiotika zu fressen. :skull:

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • Bei uns war ne Kolegin 1,5 jahre krank ohne das einer wusste warum,was sie hatte und wie lange noch.Kam immer nur ne verlängerung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.Chef hat einmal per email nachgefragt da sie nie ans Tel. ging was sie denn hat(in der Beziehung ist er echt human und hat ihn interessiert)die war ja auch 25 jahre da.Kam ein Brief vom Anwalt das er das nicht mal fragen darf :shock: danach kam dann auch die Kündigung ihrerseits

  • Bei uns interessieren sich die die chefs auch in solchen fällen dafür, aber nicht um jemanden die hölle heiß zu machen, sondern eher für die Arbeitsplanung.
    Außerdem versuchen sie auch immer Hilfestellung zu geben.

  • Ihr habt Probleme, gekündigt hat er ja schon.


    Öffentlicher Dienst, da würde ich an eine übergeordnete Stelle bzw. übergeordneten Vorgesetzten z.B. Stadtverwaltung gleich an den Bürgermeister, Schule das Schulverwaltungsamt, Städtischer Betrieb wieder Bürgermeister (der sitzt mindestens im Aufsichtsrat) usw. usw. eine Beschwerde formulieren. Wichtig ist das man eine Antwort zu der Sache erwartet dadurch muss sich mit der Angelegenheit beschäftigt werden.


    Der „Schnüffler“ oder wie du ihn bezeichnest Arbeitgeber (ist er aber nicht sondern ein Vorgesetzter) muss sich auf alle Fälle erst mal vor seinem unmittelbaren Vorgesetzten erklären. Wenn dein Freund seine Beschwerde gleich sagen wir mal, zwei Etagen über seinem ehemaligen Chef vorbringt, muss sich auch dessen Vorgesetzter der nächsten übergeordneten Stelle erklären.
    Peinlich ist immer, wenn man als großer Chef, vor seinem ganz großen Chef, für sein untergebenen kleinen Chef´chens gerade stehen muss.
    Interessant kann auch sein, wenn man seine Beschwerde noch anderen Stellen als Kopie zur Kenntnis vorbringt z.B. Personalabteilung, Gewerkschaft oder in Konkurrenz stehende Bereiche, Abteilungen, usw. Da gehört ein bisschen Insiderwissen dazu, kann aber sehr effektiv sein.
    Wichtig ist auch das am Ende der Beschwerde ein ordentlicher Verteiler steht und somit jeder sehen kann wer die Beschwerde noch so bekommen hat. Man weiß nie wie die anderen Stellen mit der Beschwerde umgehen also muss man sich wieder ausführlich um die Angelegenheit kümmern


    Eine Beschwerde ist für solche Dinge immer gut.
    Es ist nichts so verbindliches wie eine Gerichtliche Angelegenheit,
    ist relativ schnell verfasst und kann an der richtigen Stelle für Unwahrscheinlich Ärger sorgen. Besonders wenn wie bei euch der Punkt des Mobbings im Raum steht bzw. das Verhalten des Vorgesetzten den Arbeitnehmer zur Kündigung veranlasst hat.


    :prost: