Flotter Dreier mit mysteriösem vierten Mann

  • Flotter Dreier mit mysteriösem vierten Mann


    Es sollte ein flotter Dreier werden, zu dem mich The Voice eingeladen hatte, und ich war bereit.
    Er selber war nicht dabei, mußte in München darüber berichten, wie die MX Masters durch den Schlamm pflügen. Ich sollte es mit dem Vierauge und dem besten Reisegefährten aller Zeiten, DJ "Der Jumper" Antil%pe Bremer tun. Also warf ich mich Mittwoch abends in meinen geschundenen Boliden und sauste gen Treffpunkt, dem Schaffensort von Rüdi Kranz. Dort konnte ich den Boliden sicher vor Langfingern für ein paar Tage auf dem Hof parken und DJ und der Sportfahrer mußten keinen aberwitzigen Umweg fahren, um mich einzusammeln. Ein kurzes Telefonat mit DJ machte klar, daß wir etwa gleichzeitig bei Rüdi einschlagen würden, zwischen 22:00 und 22:30. Im Cruisermodus schlich ich über die Autobahn und sparte Sprit. Am Ziel angekommen, war dieses nicht als solches zu erkennen und ich war verwirrt. Telefonat mit DJ: "Moin, bin da, aber hier is nix!" "Ach ja, die Stimme hat gesagt, irgendwo da aber wir würden es sowieso nicht finden und Du sollst mal anrufen. Übrigens, es kommt noch jemand mit!" Aus dem Hintergrund Stimmengewirr, ich erahne ein "Hallo nopa!" und mir schwant Übles......
    Ich rufe erstmal The Voice an, der droht mit Rückruf. Dann rufe ich meine N an, wenigstens ein normaler Mensch soll mir beistehen, wir turteln ein bisschen und ich lege wieder auf. Das Telefon klingelt fast augenblicklich, ich bekomme eine Nummer gevoiced und rufe dort an. Es ist Rüdi, ich stehe vor dem Haus, in dem er Fahrwerke verzaubert und muß nur die Einfahrt hochfahren und dort parken. Nach vollbrachter Einparkung stiefele ich in den Laden und wir parlieren ein wenig über die Welt, den Sport und Fahrwerkstechnik. Ich verstehe nichts von Fahrwerkstechnik, nicke aber an den richtigen Stellen und stelle blöde Fragen. Rüdi grinst, ich freue mich und schaue ihm dann ein bisschen beim Arbeiten zu. Bestimmt kann ich jetzt auch Fahrwerke reparieren, irgendwann probiere ich es mal aus.
    Ein weiterer Anruf stimmt mich sorgenvoll, Vierauge und der mysteriöse vierte Mann müssen noch schnell ein paar Sachen packen, sind aber ganz sofort wieder da und dann kommt meine Reisegruppe zeitnah zum Treffpunkt. Es ist ca. 22°° als mich diese Hiobsbotschaft erreicht......

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • Ich trinke noch einen Kaffee, schlendere durch die Werkstatt, schaue Rüdi beim Arbeiten zu (jetzt kann ich es ganz bestimmt auch) und warte. Die Zeit tropft zäh von den Wänden, Sekunden wabern durch den Nebelvorhang aus Minuten, ich werde schläfrig, döse vor mich hin, versinke in den Zustand der Zähigkeit, warte, warte, warte...........Das Telefon bimmelt, DJ verkündet, man sei jetzt komplett und düse stante pede los, nur noch 50 Km. Es ist nach 23:00, ich bleibe hoffnungsvoll, wir haben ja Zeit, irgendwann am Freitag sollten wir in Pleven, besser gesagt an der Strecke, aufschlagen.Um mir die Wartezeit zu verkürzen, schaue ich Rüdi beim Arbeiten zu, der Kerl scheint unbeeindruckt davon, daß er wegen uns mitten in der Woche eine Nachtschicht einlegen darf.
    Irgendwann, es ist inzwischen fast Mitternacht, tauchen meine Begleiter auf, ich empfange Sie und wir schleppen DJ's Fahrwerk in die Werkstatt. Der Jumper nutztz die Gelegenheit und lässt seine Waffe für den Ü40 Cup noch ein bisschen schärfen. Rüdi hüpft auf den Gabelholmen herum und bemängelt, daß diese nicht zum Durchschlagen zu bringen seien. "Zuviel Öl drin!" DJ fragt, was Rüdi machen könne, der grinst und sagt:" Du kannst danach damit fahren." (Augenzwinkern). DJ grinst zurück und zeigt dann ein entrücktes Lächeln. Die Runde unterhält sich noch ein bisschen, aber ich drängle und will los. Wir verabschieden uns von Rüdi, ich sammle meine Siebensachen aus dem Omega und wir entern das Fahrzeug. Dieses Jahr geht es mit dem neuen Deitenbachmobil gen Südosten, ich begutachte das Teil und bin überwältigt. Marmorfussboden, Seidentapeten, Plüschsessel und Großraumküche, Multimediacenter mit 78" Bildschirm, Autopilot, Scheibenwischer, goldene Armaturen und Beschläge, Anhängerkupplung und ein viel zu kleiner Tank überzeugen auf den ersten Blick. Hinten dran hängt ein Anhänger, in dem die Arbeitsgeräte stehen. Ich werfe meinen Kram in die üppig dimensionierten Stauräume und nehme neben DJ auf dem Beifahrersitz Platz. Bevor ich mich selber hinter das Steuer setze, möchte ich noch die Funktionen der vielen Knöpfe kennen lernen. Es ist also etwa mitten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, als wir die ersten gemeinsamen Meter der vor uns liegenden knapp 2000 Km antreten. Wir haben ein Ziel, wir haben eine Vision. Offiziell sind wir zu dritt, inoffiziell ist da jemand, den ich nur verdeckt erwähnen darf, die Buchstaben A B E I N S T habe ich jetzt vermittels eines Enigmaprogramms gesichert, kann also weiter berichten, ohne den Namen zu nennen. Ich werde ihn einfach den vierten Mann nennen, es tut der Geschichte keinen Abbruch.
    DJ fährt, ich schaue zu und lerne, die Kinder spielen mit der X-Box, das Leben ist schön.

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • Wir rauschen durch Deutschland, erreichen die Grenze zu Österreich und schlüpfen im Schutz der Dunkelheit durch die Schlagbäume. DJ lenkt den Kreuzer mit lockerer Hand über die Pisten, die Grenze zu Ungarn naht, wir rutschen nach einer Passkontrolle in den Südosten und wechseln die Plätze. Ich übernehme das Steuer, darf, nein, muss den Kreuzer jetzt durch die Nacht bringen. Bisher hatte ich nur Leihfahrzeuge zu befehligen, aber heuer ist es ein Heiligtum, das Zuhause von The Voice und Mami D., quasi eine Ikone unter den Wohnmobilen. Ne Beule in nen geliehenen Suzuki Truck zu machen ist das Eine, das Wohnmobil der Familie Supermoto zu beschädigen was ganz anderes. War mir aber egal, ich hatte eine Mission, einen Auftrag. Also nahm ich Platz, schnallte mich an und trat das Gaspedal durch das Bodenblech.
    Ungarn ist am Anfang easy, Autobahn, gebügelt, beleuchtet und annähernd Polizeifrei. Das Wohnmobil glitt durch die Nacht, wir fraßen Kilometer. Dann hörte die Autobahn auf, eine Landstrasse mittlerer Qualität glitt unter den Rädern weg, DJ war weggenickt, die Kinder lagen in der Koje, ich war allein auf dieser Welt mit einem Radiosender, der neben Polka Punk sendete und mir auf ungarisch die Nachrichten mitteilte. Die Strassen wurden schlechter, das Fahrwerk wurde mancher Prüfung unterzogen und die Grenze zu Rumänien flog näher.
    Auch der Wechsel nach Rumänien ging problemlos von statten, wir schlüpften einfach so durch und im Licht des Vollmondes glitten wir dahin. DJ löste mich nochmal ab, später übernahm ich wieder und wir steuerten in die nächste Nacht. Die Karpaten lagen vor uns, ein übles Gebirge mit noch übleren Strassen. Erfreut stellten wir fest, daß man den Belag zumindest teilweise in einen befahrbaren Zustand versetzt hatte und hoppelten darüber hinweg. Schließlich übernahm das Vierauge das Steuer, ich legte mich sicherheitshalber soweit nach hinten, wie es möglich war, DJ nahm neben dem Sportfahrer Platz und überwachte die ersten Kilometer. Nachdem die Fahrweise für harmlos befunden war, kam DJ nach hinten, um sich auszuruhen, der vierte Mann nahm vorne Platz und ich ergab mich meinem Schicksal.
    Da ich nicht schlafen konnte, scheuchte ich den vierten Mann vom Beifahrersitz und nahm neben Vierauge Platz. Wir unterhielten uns, während er den Kreuzer durch die Unbillen der Nacht lenkte. Kurz vor Bukarest ereilte ihn dann aber doch die Müdigkeit und er bat um Ablösung. Wir stoppten auf einem Rastplatz und ich kletterte wieder hinter das Steuer, um den Kreuzer weiter Richtung Ziel zu treiben. Vor uns lag eigentlich nur eine Herausforderung, die Brücke der Freundschaft zwischen Giurgiu (Rumänien) und Ruse (Bulgarien), die ich zwei Jahre zuvor zwar schon gekauft hatte, bisher aber noch keinerlei Unterlagen bekommen habe, die den Kauf und damit die uneingeschränkte Nutzung bestätigen. Ich muss da wohl nochmal nachhaken......
    Kurz vor der Brücke, die gleichzeitig auch die Grenze darstellt, weckte ich die Crew, alle waren bereit, die Ausweise parat. Der rumänische Zöllner warf einen schnellen Blick auf die Pässe, guggte streng und winkte uns durch. An der nächsten Station zahlten wir 6 Euro Brückengebühr, weniger als im letzten Jahr, meine Investition schlägt also durch. Vorsichtig brachte ich uns über meine Brücke, das Ding strotzt vor Schlaglöchern und Querrillen, und steuerte dann den Kontrollposten auf bulgarischer Seite an. Der Zöllner trat aus seinem Haus und forderte die Pässe, ich gab sie ihm und er blätterte die 4 Dokumente durch. Mit einem Lächeln hielt er mir den Ausweis des vierten Mannes entgegen und sagte etwas. Ich verstand nicht und fragte nach. Er zeigte auf das Datum der Gültigkeit des Ausweises und lächelte friedlich. "Abgelaufen"...............

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • Während er sich an meiner Fassungslosigkeit weidete, strich er zärtlich mit dem Zeigefinger über die Zeile mit dem Gültigkeitsdatum des Ausweises und lächelte friedlich, aber hintergründig irgendwie bösartig. Das war sein Highlight des Tages, und dann schon so früh am Morgen. Sein Tag war gerettet, meiner zerstört. Noch schlappe 4 Stunden und wir wären am Ziel, Fahrerlager Pleven Circuit Dolna Mitropolia. Doch es kam anders. "Okay, what can we do?" fragte ich ihn. Sein Lächeln wurde breiter, er zeigte seine Reißzähne und säuselte auf Deutsch: "Sie fahren nach Bukarest zur deutschen Botschaft und lassen sich einen vorläufigen Reisepass ausstellen!"
    In diesem Moment schaltete ich ab und übergab an den vierten Mann und den Sportfahrer. Die beiden hatten uns den Mist eingebrockt und ich wollte mit dem Werzöllner nicht weiter verhandeln müssen, über kurz oder lang hätte ich ihm ein Kreuz aus Eichenpfählen in sein Grinsen gerammt und den Rest meines Lebens mit bulgarischen Vergewaltigern in einem tristen, grauen Betonblock verbracht.
    Jan und der vierte Mann stiegen aus und traten in die langwierigen Verhandlungen ein. Ein weiterer Uniformierter wurde eingeschaltet, es wurde hin und her gelaufen und diskutiert. DJ und ich saßen im Wohnmobil und rauchten wie die Schlote. Szenarien rauschten durch mein Hirn, in denen Taxis, Pensionen und Neunschwänzige Katzen vorkamen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Kein Erbarmen, wir mußten Kehrt machen, wieder zurück über meine Brücke. Auf der anderen Seite angelangt, hatte Jan schon die Nummer der Botschaft ausfindig gemacht und bimmelte gerade irgendeine arme Sau, die Bereitschaft hatte, aus dem Bett. Ich stoppte die Fuhre und wartete das Gespräch ab. Es gab eine klare Aussage, daß ein Ausweis bis zu einem Jahr nach Ablauf der Gültigkeit akzeptiert werden kann und wir sollten dies dem Zöllner mitteilen. Na prima. Wenden war nicht möglich, wir mußten also erneut in Rumänien einreisen, um direkt wieder ausreisen zu können. Der Sportfahrer und der vierte Mann stiegen aus, um die Sache zu erklären, sie fanden auch einen deutsch sprechenden Beamten und schnell war der Sachverhalt geklärt. Der Zöllner meinte noch, bei ihnen sei das kein Problem, der Mann könne selbstverständlich einreisen. Na schön, wir wollen aber nach Bulgarien einreisen, nicht nach Rumänien.
    Die Ausreise aus Rumänien stellte kein Problem dar, wir zahlten erneut 6 Euro für die Brückennutzung und versuchten zum zweiten Mal, nach Bulgarien einzureisen. Ein glücklich wirkender Zöllner erwartete uns, Jan und der vierte Mann hüpften frohgemut aus dem Fahrzeug und schilderten dem Lächler die Umstände. Der lächelte noch breiter, schüttelte seinen glücklichen Kopf und zeigte gen Bukarest. Zum vierten Mal fuhren wir über die Brücke.
    Eine knappe Stunde später erreichten wir die Stadtgrenze und ich stürzte mich in den morgendlichen Berufsverkehr von Bukarest. Das muss man sich vorstellen, wie die Situation in der ersten Kurve nach dem Start eines Rennens, nur eben permanent und mit Hupen!
    Du siehst eine Lücke, hupst und stichst rein. Geht auch ohne Hupen, macht aber weniger Spass.
    So wühlte ich mich durch den Strom aus Autos, Lieferwagen, Taxis, Motorrädern, Rollern, Kutschen, Fussgängern und Baumaschinen. Immer auf der Hupe und auf dem Gas. Das Navi versuchte ein paarmal, mich zu verarschen, aber irgendwie kam ich doch noch zur deutschen Botschaft. Die Jungs sprangen raus, ich suchte einen Parkplatz und DJ machte einen Stadtrundgang. Der Parkplatz war nur von kurzer Dauer, es war nämlich der des Botschafters von Burkina Faso oder sowas. Also umparken, eine schmale Seitenstrasse musste herhalten, wir behinderten den Verkehr auch fast gar nicht. Die erste Aktion war, den Kippor raus zu holen und Kaffee zu kochen, die Botschaft öffnete nämlich erst um 9°°, wir hatten also noch gut 1,5 Stunden Zeit.......Der Kippor stand also mitten auf einer Verkehrsinsel und brummte munter vor sich hin, die Senseo blubberte und ich packte mir ein paar Scheiben Cervelatwurst auf die Toastbrotscheiben. Frühstück in Bukarest.
    Der Botschaftsmitarbeiter, der für die Reisepassausstellung zuständig war, trat seinen Dienst pünktlich an und die beiden Youngster begaben sich in die heiligen Hallen. DJ und ich saßen im Mobil und hörten einen rumänischen Radiosender. Dann kamen die Beiden zurück, um mitzuteilen, daß sie jetzt Passbilder machen lassen mußten und eine nicht unerhebliche Summe Bargeld zur Botschaft tragen müßten. DJ und ich harrten weiter. Beim nächsten Mal, als die Beiden zurück kamen, mußte man noch auf die Bestätigung der Heimatgemeinde des vierten Mannes warten, welche aber bald erfolgen müsse. Ich fragte, ob es hilfreich sei, die Heimatgemeinde anzurufen und auf die Dringlichkeit zu verweisen. "Öh, tja, also....."
    Es war hilfreich!
    Gut! Irgendwann war der vierte Mann mit einem prima Dokument ausgestattet und ich lenkte den Kreuzer zurück durch den inzwischen auf normalchaotisch abgeklungenen Verkehr Richtung Grenze. Zum fünften Mal ging es über meine Brücke, der bulgarische Zöllner hatte inzwischen Feierabend und wir durften einreisen. Ich lenkte uns noch ein bisschen weiter, musste mich aber irgendwann der Erschöpfung beugen und überließ DJ das Steuer. Mehrmals nickte ich ein, konnte aber nicht schlafen. Zwischenzeitlich enterten wir noch einen Supermarkt und deckten uns mit Tuborg ein, dann ging es weiter. Irgendwann erreichten wir das Fahrerlager, bauten den Pavillon und das ganze Zeug auf, aßen etwas und tranken ein paar Bierchen. Nach einer erfrischenden Dusche sanken wir in die Betten und schliefen mehr als tief und fest. Ich war zu diesem Zeitpunkt seit 53 Stunden wach gewesen..........

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • ... Eindrücke aus der Welt daheim ...


    Mittwoch, 17 Uhr: Der DJ und Junior rauschen von der heimischen Zapfstelle. Naja, noch nicht so ganz. Das zweite Augenpaar von 4Auge wird noch gesucht, es könnte ja auch mal bewölkt oder Nacht sein. Mami D. soll daheim schnell noch mal schauen - ah, da ist das gute Stück ja doch! Im neuen Mobil sind die gefühlten über tausend Ablagemöglichkeiten eben noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Abklatschen, die letzten fünf wichtigsten Tipps für den Junior, jetzt aber los. Wehmütig schaue ich dem Glücksmobil hinterher. Wie gerne wäre ich dabei gewesen. Und wie gerne wäre auch ich mal mit unserem neuen Camper gefahren, naja, nach Wendel darf ich dann mal. Laßt mir bloß alles ganz, ist ja noch nicht wirklich bezahlt...
    Meinen freien Abend genieße ich bei Kumpel und Nachbar Achim, auf ein paar Bierchen. Das Handy klingelt erstmals: "Dad, bau mal den Crosser auf Supermoto um. DJ's Orangene wird wohl für Wendel nicht fertig." - Prima, da habe ich ja morgen Abend keine Langeweile, geht es mir durch den Kopf.
    Einige Bierchen später ertönt erneut der eindeutige Klingelton des Juniors: " Hat er Eier oder hat er nicht?" - Die Option des vierten Mannes wird spontan angekündigt. Ich versuche das Vorhaben noch kurz sachlich zu hinterfragen, ernte aber nur lautes Gelächter von den Beiden am anderen Ende. Achim's Gattin fragt aus dem Hintergrund fürsorglich noch, ob auch alle gültige Ausweise haben, aber bereits leicht alkoholisiert ignoriere ich diesen vermeintlich trivialen Hinweis - Schei...
    In der Zwischenzeit versorge ich Nopa noch mit Rüdi's Kontakt, und nach der Meldung: "4. Mann an Bord" schleiche ich mit dem E-Scooter den Berg hinauf heim. Gute Reise!

  • Uii, hab ja wieder nen Mittäter :mrgreen:


    Zitat von KartmanXXL

    Sag mal....wie merkst du dir das alles? Machst du dir Notizen?


    Ich finde es einfach nurgeil.


    Sieh es als Gedächtnisprotokoll an. Hier was weglassen, dort was aufhübschen. Zeitliche Abläufe sind nicht 100% mit der Realität übereinstimmend, was nach 53 Stunden wachsein auch nicht verwundert..... :mrgreen:
    Es ist halt eine Geschichte, die irgendwo neben der Realität läuft, sich aber stark daran orientiert. ;)


    @M%gli: Schsuch ma dem Brückenpild raus.

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...

  • Zitat von nopa

    Uii, hab ja wieder nen Mittäter :mrgreen:


    Ich bin einfach so frei ;)


    Donnerstag: Wohl alles klar in Richtung Osten, ich höre den ganzen Tag nix. Ah, man ist in Rumänien eingetroffen, erfahre ich am Nachmittag aus Facebook... Später dann ein kurzer Anruf, man steht im Stau... - In aller Ruhe begebe ich mich an das Umbauprojekt. Mmmhhh, doch etwas mehr Arbeit als erwartet. Gegen Mitternacht schnell noch ein Foto vom aktuellen Stand des Umbaus ins Buch gestellt, zwei kleine Bierchen, und ab ins Bett. Morgen früh müßte die Mannschaft in Bulgarien eintreffen.


    Am Freitag in aller Herrgotts-Frühe werde ich von eine lauten Stimme geweckt. Mami D. telefoniert mit dem Junior, die Verbindung wohl schlecht, die Aufregung groß. Schlaftrunken lasse ich mir bei einem Kaffee die aktuelle Krisensituation schildern. Später meldet sich 4Auge persönlich, schildert die allgemeine Lage vor der deutschen Botschaft in Bukarest und macht einen ungewöhnlich relaxten Eindruck. Was haben die Truckies dem denn gegeben?


    Nach einer kurzen Vollzugsmeldung "neuer Anlauf nach Pleven" kann ich mich mit Mami D. auf den Weg nach München machen, ADAC MX Masters steht zur Moderation an. Keine Meldungen aus dem Osten, es scheint jetzt wohl alles nach Plan zu verlaufen.

  • Zitat von # THE VOICE

    Ich bin einfach so frei ;)


    Willkommen an Bord :square:



    Zitat von # THE VOICE


    Später meldet sich 4Auge persönlich, schildert die allgemeine Lage vor der deutschen Botschaft in Bukarest und macht einen ungewöhnlich relaxten Eindruck. Was haben die Truckies dem denn gegeben?


    Ganz einfach: Die Verantwortung ;) :freak:


    Hat er gut gemacht, der Youngster. :!:

    ...und als ich wanderte durch einen dunklen Forst, boten sich mir zwei Wege dar. Ich wählte den, der weniger ausgetreten war...